Feurich

Feurich Klaviere
- Instrumente zwischen Tradition und Moderne

Die Wurzeln des Klavierbauunternehmens Feurich liegen wie die vieler anderer Pianomanufakturen des 19. Jahrhunderts in Leipzig. 1851 von Julius Gustav Feurich gegründet, erlangte die Pianofortefabrik Feurich schnell einen guten Ruf für Qualität und entwickelte sich um die Jahrhundertwende zu einem der größten deutschen Klavierhersteller. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Fabrik jedoch komplett zerstört. Aufgrund der drohenden Verstaatlichung floh die Familie Feurich aus der damaligen DDR und gründete 1959 im Westen die Julius Feurich Pianofortefabrik GmbH. Nach einigen Besitzerwechseln und mehreren Phasen der Inaktivität erwarb die Familie Feurich die Anteile ihres Unternehmens in den 1990er Jahren zurück, baute eine neue Fabrik und begann wieder mit der Produktion von Klavieren. [weiterlesen...]

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  1. Feurich Klavier 114 Nussbaum (64267)
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Wo werden Feurich Klaviere hergestellt?

Bis 1958 wurden Feurich Instrumente in Leipzig produziert, bevor die Unternehmerfamilie vor der Verstaatlichung nach Westdeutschland fliehen musste. Gemeinsam mit Euterpe wurden Klaviere und Flügel von Feurich fortan in einer Produktionsgemeinschaft im mittelfränkischen Langlau hergestellt. Mit der Übernahme von Euterpe durch Bechstein gelangte auch ein Teil des Familienunternehmens Feurichs in fremden Besitz.

1993 kaufte Julius Matthias Feurich die Anteile zurück. Bis zur Fertigstellung einer eigenen Produktionsstätte in Gunzenhausen, wurden die Instrumente bis 1999 erneut in Leipzig unter dem Dach der Firma Rönisch produziert. Aufgrund des zunehmenden wirtschaftlichen Drucks wurde Feurich 2012 an das österreichische Unternehmen Wendl & Lung verkauft und die Produktion in Gunzenhausen nach 13 Jahren wieder eingestellt.

Heute werden Feurich-Klaviere von der Feurich Pianoforte GmbH in Wien in zwei Qualitätsstufen angeboten. Die Einstiegsmodelle werden von Hailun in China hergestellt und zusammengebaut. Die Mittelklasse-Instrumente sind eine Kombination aus chinesischer und österreichischer Fertigung, wobei die Endmontage in der Klaviermanufaktur Wien stattfindet.

Nach eigenen Angaben hat sich Feurich Vienna in den vergangenen Jahren zu einem der weltweit innovativsten Klavierbauunternehmen entwickelt. Zu den Innovationen gehört eine besondere Spielwerk-Mechanik (High Speed Kamm Action) die angeblich eine extrem schnelle Repetition bei Klavieren ermöglicht, die man sonst nur von Konzertflügeln kennt.

Was kostet ein Feurich Klavier?

Ein neues Klavier von Feurich liegt je nach Größe und Ausstattung zwischen 6000 EUR bis 15000 EUR. Die Preise für gebrauchte Instrumente sind naturgemäß günstiger und abhängig vom Zustand und Alter des Pianos. Ein gut erhaltenes Feurich Klavier der neuen Generation gibt es schon ab einem Preis von 5000 Euro, für ein älteres Instrument aus Leipziger Produktion können Sie mit ca. 3000 Euro rechnen. Ein gebrauchter Flügel kostet um die 7500 Euro.

Das Alter eines Feurich-Pianos ermitteln Sie anhand der Seriennummer. Diese befindet sich normalerweise auf dem Rahmen. Öffnen Sie dazu den oberen Deckel des Klaviers und schauen Sie auf die rechte Seite. Mit der Seriennummer können Sie über die Internetseite pianoagecalculator.com oder über Ihren örtlichen Klavierhändler das Baujahr und somit das Alter heraus finden.

Wie gut sind Klaviere der Marke Feurich?

Vor allem die in China produzierten neueren Instrumente können qualitativ nicht mit den alten Feurich Klavieren und Flügeln aus Leipziger Produktion mithalten. Die neueren in Wien gefertigten Klaviere dagegen sind deutlich hochwertiger und sowohl qualitativ als auch preislich mit anderen europäisch Klaviermarken vergleichbar. Grundsätzlich kann man sagen, dass ein gebrauchtes Modell, das vom Fachhändler mit traditionellem Handwerk generalüberholt wurde, durch eine extreme Zuverlässigkeit überzeugt.

Für wen ist ein Instrument von Feurich geeignet?

Ein gebrauchtes Instrument von Feurich ist sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene Spieler geeignet, die Wert auf ein qualitativ hochwertiges deutsches Markeninstrument legen. Vor allem das Preis-Leistungsverhältnis überzeugt bei einem gebrauchten Piano, da hier der Wertverlust deutlich geringer ist, als bei einem Neukauf.