Sechs Generationen
im Zeichen
der Musik.

150 Jahre, sechs Generationen, ein Name: Klavier Kreisel

Die Firma Klavier Kreisel in Fürth, ein Traditionsbetrieb, der seit sechs Generationen in Familienhand liegt, kann auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken.

Firmengründung

Die Geburtsstunde der Klavierbauer-Tradition bei Familie Kreisel schlug, als Konrad Kreisel am 11. November 1864 vom Rat der Stadt Nürnberg die Lizenz zum selbstständigen Klaviermacher erhielt. Schon damals verwaltete er als Vertreter vieler Klavierfirmen ein bedeutendes Pianofortemagazin am Dötschmannsplatz, das den Namen Kreisel schnell über die Grenzen von Nürnberg hinaus in ganz Franken bekannt machte.

Sein Sohn Jean Stefan Kreisel übernahm 1900 (1904) die Firma und erhielt schon bald vom königlich bayerischen Hofmarschallamt die Auszeichnung zum Hoflieferanten. Eine seiner ehrenvollsten Aufgaben war die Reparatur der Flügel auf der Nürnberger Burg.

Eigene Klavierproduktion

1913 übernahm mit Jean Stefans Sohn Konrad die dritte Generation die Geschicke des Familienbetriebes. Während des Krieges ruhte das Unternehmen, Konrad nutzte die Zeit jedoch, um mit Modellen den eigenen Klavierbau vorzubereiten. Mit Kriegsende im Jahr 1918 begann Klavier Kreisel unter Leitung von Konrad Kreisel die eigene Produktion am Standort in der Geuderstraße in Nürnberg. Bald fanden die Klaviere von Kreisel weltweites Interesse, wovon auch eine Goldmedaille zeugt, die der Firma 1926 für hervorragende Leistungen verliehen wurde. Die Weltwirtschaftskrise setzte auch Klavier Kreisel zu, die Produktion musste eingestellt werden. Der Betrieb selbst konnte durch das Stimmen und Reparieren von Instrumenten aufrecht erhalten werden. Aufwärts ging es, als 1936 am Hauptmarkt 26 das Geschäft neu erblühte. Sohn Kurt begann 1940 seine Lehre in der elterlichen Werkstatt. Leider fiel der hoffnungsvolle Betrieb fiel am 2. Januar 1945 dem verheerenden Luftangriff zum Opfer, der einen Großteil der Nürnberger Altstadt zerstörte. Von über 40 Flügeln und Pianos, Material, Maschinen, Modellen und Werkzeugen blieb kaum etwas übrig.

Wiederaufbau

Dem festen Willen und Mut der Familie Kreisel konnte dieser Rückschlag jedoch nichts anhaben. 1947 kehrte Kurt Kreisel aus der Gefangenschaft zurück und führte den elterlichen Betrieb weiter. Mit nichts als einem Eimer voll Werkzeug, wie Konrad Kreisel gerne zu sagen pflegte, machten sich Vater und Sohn daran, die Firma wieder aufzubauen. Neue Räumlichkeiten fanden sie Mitte 1948 in Fürth, zuerst in der Blumenstraße und schließlich in der Rudolf-Breitscheid-Straße 3 – bis heute der Sitz von Klavier Kreisel. Als Konrad im Jahr 1950 starb, führte Kurt Kreisel das Geschäft gemeinsam mit seiner Mutter Margarete Kreisel weiter. Damals hieß die Firma noch „Piano Kreisel“, der heutige Name Klavier Kreisel entstand in den 80er Jahren. 

Ausbau des Betriebes

Kurts Sohn, Werner Kreisel, wurde ebenfalls zum Klavierbauer ausgebildet, in der Klaviermanufaktur Ibach in Schwelm. Zusätzlich bereitete er sich auf die Geschäftsführung durch eine Ausbildung zum Industriekaufmann vor. Eine Fortbildung führte ihn nach Wien, wo er bei Bösendorfer seine Kenntnisse vertiefte. Während seines Dienstes Zeit als Soldat führte er die später sehr gelobte Reparatur eines Flügels aus dem Bundeswehrbestand aus und konnte so beide Professionen miteinander verbinden. 1996 übernahm Werner Kreisel die Firma und erweiterte sie mit dem Ausbau des 1. und 2. Stockwerkes in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Leider verstarb Werner Kreisel bereits 1999 an schwerer Krankheit und hinterließ das Geschäft seiner Frau Sylvia. Dank ihrer handwerklichen Kompetenz als ausgebildete Schauwerbegestalterin und ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau sowie mit dem vorhandenen, gut eingespielten Personal gelang es ihr, das Klavierhaus erfolgreich weiterzuführen. Auch Umsatzrückgänge während der Wirtschaftskrise konnten dem soliden Familienbetrieb nichts anhaben. 

Klavier Kreisel heute

Heute wird Klavier Kreisel in Fürth also bereits in fünfter bzw. sechster Generation von Sylvia Kreisel und ihrem Sohn Thomas Kreisel geleitet. Auch Thomas Kreisel wurde die Liebe zum Piano sozusagen in die Wiege gelegt. Er beendete 2005 seine Ausbildung zum Klavierbauer beim renommierten Klavierhersteller Rönisch in Leipzig, rundete anschließend sein Wissen in Klavierhäusern im europäischen Ausland ab und absolvierte im September 2009 erfolgreich die Prüfung zum Klavierbaumeister. Durch stete Erweiterungen der Werkstatträume und Anschaffung neuer Maschinen ist es Thomas Kreisel gelungen, in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Fürth die Möglichkeit für kostengünstige Klein- und Großreparaturen zu schaffen, mit denen jedes Instrument wieder mit Sachverstand und Liebe in seinen bestmöglichen Zustand versetzt wird. 

Seit jeher ist Klavier Kreisel in der mittelfränkischen Region verwurzelt und dort mit den Kulturstätten wie dem Nürnberger Staatstheater, dem Stadttheater Fürth und der Hochschule für Musik in Nürnberg eng verbunden. Thomas Kreisel meint hierzu: „Es war schon immer ein Standbein von Klavier Kreisel für Profis zu arbeiten. Daran kann man sein Wissen testen und die Erfahrung wiederum in die tägliche Arbeit einfließen lassen.“

Das Team der Firma Klavier Kreisel umfasst insgesamt fünf hochqualifizierte Klavierbauer und bildet laufend in diesem Beruf neue Lehrlinge aus. Kompetent und motiviert setzten alle Mitarbeiter ihr Fachwissen in der modernen Werkstatt für ein gemeinschaftliches Ziel ein:

Zufriedene Kunden, die den guten Namen von Klavier Kreisel weitertragen!