Technik


  Das Klavier (lat.: clavis - Schlüssel) wurde im Jahr 1704 von Bartolomeo Cristofori als "Schlüssel zum Ton" erfunden. Es ist ein Saiten­in­stru­ment mit mechanischer An­schlags­vor­richtung. Sein ur­sprüng­licher Name lautete Piano­forte, der Be­griff "Klavier" oder "Flügel" hat sich erst später aus dem Volks­mund ent­wickelt.

Alleine die Mechanik besteht aus 6.500 Einzelteilen! Ein heutiges Klavier besitzt 7 ¼ Oktaven und somit 88 Tasten. Bei modernen Instrumenten gibt es bis zu 250 Saiten, deren Länge und Durchmesser variieren.

Die Spannung der Saiten reicht von 13 Tonnen bei einem Klein­klavier bis hin zu 30 Tonnen bei einem Konzertflügel. Gehalten wird diese enorme Belastung durch den Rasten und die Guss­platte, die bis zu 3 Zentner wiegen kann.

Ein Klavier bringt heute ein Gesamtgewicht zwischen 150 kg und 550 kg "auf die Waage".




Wurden die Instrumente früher noch mit einem Holzrahmen gebaut, so änderte sich dies mit der Patentierung der Guss­platte im Jahre 1845. Damals ging sie jedoch nicht über das gesamte Klavier, sondern nur bis unter den sogenannten Stimmstock.

Erst 1866 mit der bahnbrechenden Erfindung der Firma Rönisch, der Vollpanzerplatte, setzte sich ein Bauprinzip durch, welches bis zum heutigen Tag von allen namhaften Herstellern verwendet wird.

Die heutige Mechanik wird ebenfalls seit etwa 90 Jahren nahezu unverändert gebaut. Diese Tatsache spiegelt den großen Wert­erhalt eines Klaviers wider. Allein durch die hohe Saitenspannung und das Bespielen selbst verschleißen Bauteile wie Resonanzboden, Besaitung, Stimmstock und Mechanik.

Bei regelmäßiger und liebevoller Pflege hält ein qualitativ wertiges Klavier jedoch fast 100 Jahre!
Klavier Kreisel - Renomiertes Klavierfachgeschäft im Raum Nürnberg und Fürth seit 1864